Veranstaltungstechniker
Informationen zum Berufsbild
„Fachkraft für Veranstaltungstechnik“
Schon vor Veranstaltungsbeginn planen sie, wie mit dem festgesetzten Budget, der zur Verfügung stehenden Technik und dem Platzangebot am Veranstaltungsort das optimale Ergebnis erzielt werden kann. Die meiste Zeit verbringen die Veranstaltungstechniker freilich direkt am Veranstaltungsort, wo sie die technischen Anlagen, also insbesondere die Licht- und Tontechnik, aufbauen und während der Veranstaltung auch bedienen. Sie sind aber nicht nur die Ersten vor Ort, sondern auch immer die Letzten, da die Technik am Ende auch wieder abgebaut und schließlich wieder eingelagert bzw. zum nächsten Einsatzort transportiert werden muss.
Ein Beruf mit vielseitigen Aufgaben
Bei der Planung einer Veranstaltung wenden Veranstaltungstechniker nicht nur ihre technischen Kompetenzen an, sondern haben auch einen gewissen gestalterischen Spielraum, z.B. bei der Auswahl der Beleuchtung. Eine gelungene Atmosphäre auf einem Konzert hängt also zum großen Teil auch von der Kreativität der Veranstaltungstechniker ab.
Eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik hat aber auch eine besondere Verantwortung. So ist sie dem Auftraggeber gegenüber verpflichtet, möglichst wirtschaftlich und effizient zu arbeiten. Hinzu kommt, dass oft nur ein kurzes Zeitfenster für die Planung und den Aufbau der Veranstaltungstechnik zur Verfügung steht. Trotz dieses Zeitdrucks müssen aber immer alle Sicherheitsbestimmungen, wie z.B. Vorschriften zum Brandschutz und zur Arbeitssicherheit, genau eingehalten werden.
Der Beruf des Veranstaltungstechnikers ist vor allem deshalb so vielfältig, weil jeder Einsatz immer etwas anders ist. Jeder Veranstaltungsort hat seine eigenen Herausforderungen, weshalb nur wenig Routine aufkommt. Man lernt viele neue Städte und Menschen kennen und erlebt unzählige kulturelle Events hautnah. Man erweitert somit nicht nur beruflich, sondern auch persönlich ständig seinen Horizont. Man sollte sich allerdings damit arrangieren können, dass man als Veranstaltungstechniker sehr unregelmäßige Arbeitszeiten hat und meist auch an Wochenenden arbeiten muss. Wer als Tournee-Techniker arbeitet, ist zudem oftmals für einen längeren Zeitraum nicht zu Hause. Dies wird jedoch damit belohnt, dass im Job garantiert keine Langeweile aufkommt.
Ausbildung
Die dreijährige Berufsausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik erfolgt entweder in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb oder bei einer außerbetrieblichen Bildungseinrichtung. Je nach Ausbildungsstätte wird die Ausbildung mit einem von zwei möglichen Schwerpunkten angeboten. Bei einer Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Aufbau und Durchführung“ steht die handwerklich-technische Arbeit im Mittelpunkt, während beim Schwerpunkt „Aufbau und Organisation“ das größere Gewicht bei der Planung liegt.
Einige Betriebe, die sich auf einen bestimmten Bereich der Veranstaltungstechnik spezialisiert haben, ermöglichen ihren Auszubildenden im Rahmen einer Ausbildungspartnerschaft, durch einen vorübergehenden Betriebswechsel auch in den anderen Tätigkeitsfeldern praktische Erfahrungen zu sammeln.
Arbeitsplätze für Veranstaltungstechniker
Eine Anstellung finden Veranstaltungstechniker entweder bei festen Betriebsstätten oder bei Veranstaltungstechnik-Dienstleistern, die an wechselnden Veranstaltungsorten tätig werden. Feste Betriebsstätten sind z.B. Theater, Messen und in zunehmendem Maße auch TV-Sender. In Konzert- und Stadthallen werden ebenfalls feste Veranstaltungstechniker beschäftigt, welche vor allem die Aufgabe haben, die Tournee-Techniker in die örtlichen Gegebenheiten einzuweisen und zu unterstützen.
Veranstaltungstechniker, die bei Dienstleistern beschäftigt sind, sind dagegen ständig unterwegs, denn diese werden für einzelne Events, Messen oder Konzerte gebucht, betreuen manchmal aber auch längere Tourneen. Einige dieser Veranstaltungstechnik-Dienstleister wickeln eine Veranstaltung nicht komplett alleine ab, sondern haben sich auf einen bestimmten Bereich der Technik, wie z.B. das Licht oder die Beschallung, spezialisiert und arbeiten daher am Veranstaltungsort mit anderen Dienstleistern zusammen.